KAPPLER-Motorsport - Pressemitteilung 24/2018
Runde 5 der WorldSSP300 Championship - Brünn (CZ)

Oberlungwitz, 10.06.2018:

Im heutigen Rennen ist Max Kappler zwar durch einen Sturz in der 7. Runde ausgeschieden.

Aber - eine fulminante Aufholjagd blieb leider unbelohnt ... Mehr muss man zur heutigen Leistung von Max Kappler nicht sagen.

Nach einem enttäuschenden Platz 34 im Zeittraining hatte Max heute nichts zu verlieren. Gegenüber den beiden letzten Tagen veränderten wir noch einmal einiges am Setup vom Bike. Und siehe da, bis auf 2 Kurven war das Fahrverhalten so, das Max ein gutes Gefühl für das Bike gewann. P15 zeigte, dass das Team um Max auf dem richtigen Weg war. Zum Rennen hin wurde noch einmal etwas probiert. Nichts Gravierendes, anscheinend aber etwas Elementares.

Bereits nach der outlap in die Startaufstellung sagte Max, dass sich sein Bike einfach genial anfühlen würde. In den Kurven, in denen Max noch am Morgen ein paar Probleme hatte, sei das Bike einfach nur toll zu fahren gewesen. Das sollte Max im Rennen beweisen. Auch wenn Max schon wesentlich bessere Starts hatte, so kam er bereits auf P26 aus der ersten Runde zurück. Bereits nach 5 Runden zeigte die Ergebnisliste Max auf P15. Damit war er bereits in der Führungsgruppe angekommen. In der darauffolgenden Runde sahen wir Max kurz auf P13. Die Rundenzeiten dahin konnten sich mehr als sehen lassen. Er fuhr, teilweise sogar ohne Windschatten, bis zu 3 Sekunden schneller als im Zeittraining. Damit hatte Max den Beweis erbracht, dass ihn sein Gefühl aus der outlap nicht getäuscht hatte. Und, dass er fighten kann.

In den folgenden Runden entbrannte u.a. ein Kampf mit seinem Teamkollegen, J.-O. Jähnig. Dieser war von P10 gestartet und musste sich auf einmal den Angriffen von Max erwähren. Für die 8. Runde wollte Max noch einmal angreifen und hatte eigentlich einen guten Plan. Er nahm eine andere Linie und versuchte, viel Schwung mit auf die nächste Gerade zu nehmen. In diesem Moment geriet Max leider etwas zu weit innen auf eine weiße Linie. Das Vorderrad vom Bike klappte ein. Max wollte sein Bike a la Marc Marquez wieder hochdrücken. Leider fehlten ihm dafür 5 bis 10 cm Körpergröße.

Auf wenn Max das Rennen im Kiesbett beendete, so zeigte er, was er kann. Die Leistungen vom Sonntag lassen die Leistungen der beiden anderen Tage fast vergessen. Er hat sich leider selbst nicht belohnt. Seine Aufholjagd begeisterte aber nicht nur die zahlreichen Zuschauer, auch das Team wie auch die Verantwortlichen von KTM waren trotz des Sturzes voll des Lobes für Max. Ganz nebenbei fuhr Max heute auch noch die 7.-schnellste Runde des Rennens. Noch viel wichtiger aber ist, dass das Vertrauen in sich und das Bike wieder da ist. Dieses Gefühl gilt es nun zu konservieren und bis Misano zur 6. Veranstaltung der SSP 300 World Championship zu behalten.

Max Kappler: “Ich muss einfach einen riesen riesen Dank ans Team geben, dass mich speziell gestern nach der Superpole wieder aufgebaut hat. Für heute haben wir noch was ausgetüftelt fürs Motorrad, wo das Team ganze Arbeit leistete. Im Rennen fühlte ich mich mega gut und es war ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zum restlichen Wochenende. Es hat Spaß gemacht heute zu fahren. Ich fuhr bis auf Platz 15 vor und war teilweise von den Rundenzeiten her noch schneller als meine Vorderleute. Mein Kurvenspeed war stark und ich war sogar in der Lage alleine die Lücken zu den Vorderleuten zu schließen. Ein bisschen ärgerlich war, dass ich schließlich zu viel gepusht habe. Ich kam etwas zu weit auf die weiße Linie innen und mir klappte das Vorderrad ein. Leider konnte mir ein Fahrer nicht ausweichen und ist noch über mein Motorrad gefahren und gestürzt. Das tut mir leid für ihn. Bis dahin war es aber ein gutes Rennen, vielleicht sogar das Beste was ich jemals gezeigt habe. Von Platz 33 auf Platz 15 in 5 Runden, das ist gut! So können wir nun in Misano weitermachen und den positiven Schwung mitnehmen. Ich möchte mich auch noch mal bei meiner Familie und Freunden bedanken, die dafür gesorgt haben, dass ich an diesem Wochenende den Spaß nicht verliere. Das war ebenfalls ein wichtiger Punkt!”